Programm "Nah dran"

"Nah dran! Die Praxis als Vorbild": Mit innovativen Konzepten der Lehrerpreisträger die universitäre Ausbildung bereichern


Nah dran

Mit kreativen Ideen und großem Engagement arbeiten Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland schon heute an der Schule der Zukunft, immer öfter fächerübergreifend, im Team und mit hoher Schülerbeteiligung. Um diese Leistung anzuerkennen, prämiert der Deutsche Lehrerpreis jedes Jahr innovative Unterrichtskonzepte im Sekundarbereich. Doch wie können diese guten Ideen eine breitere Wirkung erzielen und auch andere Lehrerinnen und Lehrer inspirieren? Diese Frage stand am 10. Juni im Mittelpunkt eines Expertengesprächs zwischen Vertretern von 13 Preisträgern der letzten Jahre sowie fünf lehrerbildenden Universitäten.


Im dbb Forum Berlin diskutierten die Teilnehmer Möglichkeiten der Kooperation. Ziel ist es, ein Förderprogramm für gemeinsame Lehrveranstaltungen mit den Preisträgern des Deutschen Lehrerpreises aufzulegen. Initiiert wurde das Zusammentreffen durch die Vodafone Stiftung und den Deutschen Philologenverband in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. "Mit dem geplanten Förderprogramm möchten wir Impulse in die Lehrerausbildung geben. Bereits Studierende sollen die Möglichkeit erhalten, innovative Unterrichtspraxis kennenzulernen und sich damit wissenschaftlich auseinanderzusetzen", betont Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland.


Repräsentanten der Universitäten Hamburg, Mainz und Bremen sowie der Leuphana Universität Lüneburg und der TU München stellten zunächst ihre ersten Überlegungen dazu vor, wie die ausgezeichneten Unterrichtsideen in die Lehrerausbildung eingebracht werden können. Anschließend präsentieren die teilnehmenden Preisträger des Deutschen Lehrerpreises ihre Projekte im Rahmen eines "Gallery Walks". Die Universitäten hatten so die Möglichkeiten, mit den jeweiligen Lehrkräften ins Gespräch zu kommen, sich ein genaueres Bild von den Projekten zu machen und zu sondieren, inwieweit und in welcher Form eine Kooperation möglich ist. "Unsere Lehrerausbildung ist bereits sehr praxisorientiert. Mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern zusammenzuarbeiten, die erfolgreich neue, fächerübergreifende Wege im Unterricht gegangen sind, wäre jedoch noch einmal ein enormer Zugewinn", betonte Dr. Regine Komoss, Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Bremen.


Im Anschluss an die Veranstaltung werden konkrete Konzepte ausgearbeitet, die in Kürze unter www.lehrerpreis.de abrufbar sein werden. Die ersten Kooperationen starten voraussichtlich bereits zum Wintersemester 2014/15.