Innovativer Unterricht ist...

  • Steigerung der Motivation und Eigenverantwortung der Schüler: Lernen Ihre Schüler gern und eigenständig? Übertragen Sie Ihren Schülern Stück für Stück Verantwortung für ihr Lernen und beziehen Sie sie in die Themenwahl ein!
  • Förderung der Teamfähigkeit und Verantwortung für die Klasse: Teamplayer oder Einzelkämpfer? Fördern Sie soziale Kompetenzen, indem Sie gemeinsam im Klassenverbund aktiv sind, Diskussionen führen und in Gruppen lernen!
  • Bezug zum Alltag der Jugendlichen: Für welche Themen interessieren sich Ihre Schüler? Welche Medien nutzen sie? Finden Sie heraus, was Ihre Schüler beschäftigt!
  • Nachhaltiger, erfassbarer Lernfortschritt: Lernen Ihre Schüler fürs Leben? Trainieren und vertiefen Sie Kompetenzen und Wissen, greifen Sie Themen immer wieder auf und stellen Sie Bezüge her!
  • Lehrplanorientiertes, übertragbares Unterrichtskonzept: Ist Ihr Konzept an den Lehrplan angebunden und können Kollegen es umsetzen? Suchen Sie den Austausch mit Kollegen, Schulleitung und Schulen Ihrer Region!
  • Fächer- und themenverbindender Unterricht: Bio ist Bio und Deutsch ist Deutsch? Sprechen Sie mit Kollegen und überlegen Sie gemeinsam, wie ein Thema von unterschiedlichen Fachseiten aus bearbeitet werden kann!
  • Synergieeffekte durch Teamarbeit nutzen: Gibt es in Ihrem Kollegium einen Austausch guter Unterrichtspraxis? Fördern Sie sich gegenseitig und machen Sie Ihren guten Unterricht auch anderen zugänglich!

Dafür werden Lehrerinnen und Lehrer im Sekundarbereich an deutschen Schulen gesucht, die

  • Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren,
  • mit innovativen Unterrichtsideen an die Öffentlichkeit treten wollen,
  • zur Breitenwirkung von gutem Unterricht beitragen.

Zukunftswerkstatt oder Gruppenarbeit, Lernen über Fächergrenzen hinaus, neue Medien oder außerschulische Lernorte - innovativer Unterricht kann ganz unterschiedlich gestaltet werden. Anhand dieser sieben Kriterien bewertet die Jury des Deutschen Lehrerpreises Ihr Unterrichtskonzept.

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BEST PRACTICE

WENN ICH GROSS BIN ...
AKTIV FÜRS BERUFSLEBEN LERNEN
(Die Arbeitsgruppe der Philipp-Reis-Schule wurde mit dem Deutschen Lehrerpreis 2011 ausgezeichnet.)

An der Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen haben Pädagogen unterschiedlicher Fächer in einer Arbeitsgruppe das Konzept "Interkulturelle Berufsorientierung" entwickelt. Ziel ist, die beruflichen Zukunftschancen der Schüler durch eine Stärkung ihrer fachlichen, methodischen, personalen und sozialen Kompetenzen zu erhöhen. Einbezogen wurde dabei, dass 68 Prozent der Schüler der Hauptschule einen Migrationshintergrund haben.

Ab der 5. Klasse finden die Schüler in Projekten wie "Unternehmer in der Schule" oder der "TalenteWerkstatt" ihre Stärken heraus und lernen Berufsbilder kennen. Über feste Stundenplanbestandteile werden sie vertieft auf das Berufsleben vorbereitet: Schüler der Klasse 9 verbringen einen Tag pro Woche in einem Betrieb, und in der 8. Klasse erlernen die Schüler einen Tag pro Woche an der Berufsschule verschiedene Berufspraktiken. Herausforderungen begegnen die Pädagogen aktiv. So werden Eltern durch Hausbesuche und (fremdsprachige) Informationsveranstaltungen aktiv einbezogen. Und auch außerschulische Akteure werden eingebunden: Vereine und Religionsvertreter, heimische Betriebe, die Arbeitsagentur sowie Schulen der Region. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe sind im regionalen Netzwerk der Berufsorientierung aktiv.

Die Jury urteilte: "Das Engagement der Lehrkräfte ist bewundernswert und beispielhaft. Sämtliche Kriterien des Wettbewerbs werden in vollem Umfang erfüllt."

Best Practice